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Turn- und Sportverein Wernau 1897 e.V.
24.01.2014

20 Jahre Herzsport im TSV Wernau


Bereits 10 Jahre sind vergangen, seit die damaligen Übungsleiter und Mitbegründer Otto Fauth und seine Frau Maria das 10 jährige Bestehen der Herzsportgruppe im TSV Wernau feiern konnten. Es war 1993 als sie in dem früheren Bürgermeister und heutigem Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg Roger Kehle auf einen engagierten Mitinitiator trafen. Zusammen mit dem damaligen Vorstand des TSV Harald Bock, sowie den Ärzten Fr. Dr. med. Ngoc-Binh Pham Huu und Dr. med. Jürgen Haas mussten einige Unwägbarkeiten ausgeräumt werden, bevor die erste Sportstunde stattfinden konnte.

Seit der Hauptversammlung im Jahr 2006 gehört die Gruppe zur neu gegründeten Gesundheitsabteilung „Fit und Gesund“ unter Leitung von Rolf Korinth. Der zu dieser Zeit amtierende Vorstand Gerhard Kunze konnte so zur optimalen Organisation den Bereich Reha-Sport und Präventionssport in eine eigenständige Abteilung des Vereins auf eigene Füße stellen.

So blickt die heutige leitende Übungsleiterin Anette Dräger zusammen mit Hilde Haas auf nunmehr 20 Jahre Herzsporttradition im TSV Wernau zurück. Maria Fauth springt noch heute gerne bei den Übungsstunden bei Bedarf mit ein.

Erst vor kurzem erfolgte ein Audit der Rehabilitationssportgruppe durch eine Beauftragte des Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands WBRS. Aufgrund dieser Prüfung wurde  der allgemeine Aufbau der Stunde sowie der Umgang mit den Teilnehmern durch die Übungsleiter gelobt und sehr positiv bewertet.

Dr Haas betreut zusammen mit den Ärztinnen Frau Dr. Pham- Huu und Dr. Hannelore Schneider sowie den Ärzten Dr. Beiser und Dr. Jörg die Teilnehmer medizinisch und organisiert bzw. plant die Bereitschaftseinsätze des Ärzteteams zu den Trainingsabenden. Während jeder Übungsstunde ist zusätzlich ebenfalls ein Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes anwesend.

Zusammen mit dem DRK organisiert Herr Dr. Haas ferner ein Mal jährlich einen Trainingsabend zur Vermittlung von Rettungsmaßnahmen, zu denen auch die Angehörigen eingeladen sind.

Im Laufe der Jahre konnte die lang gewünschte 2. Gruppe gebildet werden. Hier ist es Hilde Haas die die Neueinsteiger leistungsgerecht betreut. Parallel kommen die beiden Gruppen (Trainingsgruppe und Übungsgruppe) jeweils donnerstags in der abgetrennten Halle ihren sportlichen Aktivitäten nach.

Während der Sommerzeit geht es immer dienstags um 18.30 Uhr ab dem Kehlenberggelände nach einer Technikschulung bzw. Auffrischung an die frische Luft in den Wald zum Nordic Walking Parcours.

Um alles kompetent abwickeln zu können sind eine Vielzahl von weiteren Übungsleitern notwendig. Hier sei stellvertretend für alle Dieter Baumann genannt, der auf die Anwendung der korrekten Techniken achtet und dazu Tipps gibt.

Die ärztliche Betreuung wird hierbei ebenfalls von Dr. med. Jürgen Haas wahrgenommen, der sich für optimale Flexibilität eigens per Defibrillator im Rucksack zum radelnden Arzt wandelt.

Doch neben dem sportlichen Herz- und Kreislauftraining kommt auch Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz. So werden in regelmäßigen Abständen kleine Wanderungen mit Einkehr o.ä. organisiert.

Herzsport wird ärztlich verordnet und von den Krankenkassen je nach Krankheitsbild des Einzelnen finanziell über einen begrenzten Zeitraum (2 Jahre) und auf Antrag ggf. über längere Zeiträume gefördert.

Damit ist es dem TSV Wernau möglich seine zuständigen Übungsleiter bzw. Übungsleiterinnen stets auf dem entsprechenden Ausbildungsstand zu halten, der unter anderem zu den Auszeichnungen mit den Prädikaten „Pluspunkt Gesundheit“ und „Sport pro Gesundheit“ berechtigt.

Große Unterstützung erfährt die Abteilung bzw. Gruppe in der stetigen Spendenbereitschaft von Herrn Hamdy Dadour von der Central Apotheke in Wernau.

Anlässlich des 20 jährigen Bestehens wird Herr Dr. med. Jürgen Haas im Rahmen des Wernauer Stadtjubiläums am Festwochenende am 7.6. um 17.00 Uhr im Quadrium (Trausaal) referieren. Sein Thema: „Bewegung-ein Medikament ohne Nebenwirkung“. Körperliche Aktivität hat vielfältige positive Auswirkungen nicht nur zur Erhaltung der Gesundheit, sondern auch zur Vorbeugung von Krankheiten. Er wird in seinem Vortrag die verschiedenen Facetten beleuchten damit Bewegung ein Medikament ohne Nebenwirkung bleibt.

Zu diesem Vortrag ist die gesamte Wernauer Bevölkerung herzlich eingeladen.

(Mitglieder der Herzsportgruppe werden den Festumzug bekleidet mit dem eigens entworfenen T-Shirts verstärken.)

Als festlicher Rahmen soll dann im Dezember 2013 die Jahresabschlussfeier genutzt werden.

  • Die Übungsstunde ist immer donnerstags von 18.30 - 19.30 Uhr in der Realschulturnhalle..
  • bzw. dienstags ab 18.30 Uhr nach einem kurzen Aufwärmprogramm Nordic Walking ab dem Kehlenberggelände
  • Weitere Informationen bei Anette Dräger Tel. 07153-32767 u. Rolf Korinth 07153-37808

  

warum Herzsport:

Die Betroffenen sollen ihre individuellen Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen Erkrankung (und daraus resultierenden Einschränkungen) einschätzen und nutzen lernen

Daher ist nicht eine Ausdauer-/Leistungssteigerung das Ziel einer Herzsportgruppe, sondern die Vermeidung falscher Schonung, die Anpassung der Koordination und das Erkennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen. Damit sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angstfrei zu nutzen und eine Wiedereingliederung in das Berufsleben zu erreichen.

Chronische Herzerkrankungen wirken auf den gesamten Organismus. Durch eine 'Überschonung' werden die negativen Auswirkungen der Herzerkrankung erhöht, eine der Erkrankung angepasste körperliche Betätigung wirkt dem entgegen und verbessert den Allgemeinzustand.

Das Herz ist der Motor unseres Blutkreislaufs und die „Seele“ jeglicher körperlicherAktivität. Sport erhält die Funktion des Herzens und reduziert das Risiko von Erkrankungen.

 Herz und Sport

Wie die Muskulatur, der Stoffwechsel, Sehnen und Gelenke, so reagiert auch das Herz mit spezifischen Anpassungsreaktionen an eine regelmässige sportliche Aktivität. Im Wesentlichen zeigt sich diese Anpassung des Herzens in einer Vergrösserung der (linken) Herzkammer und einer Verdickung der Herzwand, bei gleichzeitiger Verbesserung der Herzdurchblutung.